Bio-Folie aus Holz

Foto: Die S.A.M. Kuchler Electronics GmbH machte sich mit Schneidemaschinen international einen Namen. Die Folie entstand als Nebenprodukt. Foto: Die S.A.M. Kuchler Electronics GmbH machte sich mit Schneidemaschinen international einen Namen. Die Folie entstand als Nebenprodukt.

Ein Klagenfurter Unternehmen entwickelte eine Verpackung für Wurst und Käse, die wie Plastik aussieht, aber kompostierbar ist.

Die S.A.M. Kuchler Electronics GmbH produziert Schneidmaschinen, mit denen an Feinkosttheken in Supermärkten Wurst, Schinken und Käse geschnitten werden. Die Folie entstand eigentlich als Nebenprodukt. »Bio-SamPak« sieht wie eine herkömmliche durchsichtige Plastikfolie aus, wird aber aus Holzfasern hergestellt. Sie bietet dieselben Hygiene- und Haltbarkeitsstandards wie Plastik, ist innerhalb weniger Monate vollständig biologisch abbaubar und darf sogar in den Gartenkompost. »Damit haben wir erstmals im Lebensmittelhandel eine Alternative zu Plastik, mit der die Hygienestandards eingehalten werden können«, erklärt Firmenchef Constantin Kuchler.

S.A.M. Kuchler ist ein typischer Hidden Champion. Das Klagenfurter Unternehmen wurde in den 1960er-Jahren von Fritz Kuchler, einem leidenschaftlichen Erfinder, gegründet. Er meldete im Laufe seines Lebens rund 500 Patente an. Der Betrieb zählt heute zu den Weltmarktführern und wird inzwischen in der zweiten Generation von Valentina und Constantin Kuchler geführt. Für vollautomatische Maschinen, die die Ware nicht nur schneiden, sondern auch gleich portionieren, verpacken und verschweißen können, wurde die umweltfreundlich Folie entwickelt. »Das war ein ziemlicher Aufwand, aber jetzt funktioniert es«, sagt Kuchler. Die Innovation ließ sich das Unternehmen, das eine eigene Forschungsabteilung betreibt, europaweit patentieren.

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